WPekny

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15. Oktober 2014 19:18:42

Die Frage kann technisch natürlich berechnet werden und wenig überraschend würde der Strom vom Sonnen-Tag hunderte mal weniger Fußabdruck hinterlassen .... - die Aussage bleibt aber nachrangig und diese Gegenüberstellung ist eigentlich nicht zulässig.

Das wäre als würde ich fragen:    

Wie groß war der Umweltschaden eines Liters Benzin, transportiert von der Exxon Valdez ? (die 1998 gesunken ist und Alaskas Küsten für Jahre verseucht hatte…)

Wie groß ist der Fußabdruck von einem Kubikmeter Gas aus der Bohrinsel Deepwater Horizon? - (die   2010 explodiert und gesunken ist und den halben Golf von Mexiko verseucht hatte…) 

So tragisch und schädlich diese Ereignisse auch sein mögen, die Angabe von spezifischen Footprints muss sich auf Lebens - oder zumindest  Jahreszyklen beziehen, und nicht auf einzelne Ereignisse oder den einzelnen Tag.  Die Angaben von Footprint  für Ökostrom beziehen sich natürlich auf den Lebenszyklus und  eine sinnvolle Anwendung.  Ein Solar-Panel, im Keller aufgestellt, hätte tatsächlich eine ganz schlechte Lebenszyklus-Bilanz.   

Ökostrom bleibt also Ökostrom, auch an Nebeltagen. Die Anteile Fossil-Energie, die statistisch doch noch notwendig sind, können in guten Lifecycle-Betrachtungen mit eingerechnet.  Intelligente Energie-Systeme und besonders ökologisch bewusste Nutzer  versuchen gerade an solchen Tagen ihren Stromverbrauch  zu verringern.  Also etwa den Vollwaschgang  verschieben.

8. April 2014 18:45:07

Fleisch und Wurstprodukte des durchschnittlichen Österreichers beanspruchen etwa 0,57 gha, also mehr als 10% des Gesamtfootprints.  Bei einem „Fleischtiger“ kann das auch doppelt so viel ausmachen.  Fleisch und alle tierischen Produkte zusammengenommen beanspruchen fast 1 gha, bieten also großes Reduktionspotential, - und gut für die Gesundheit ist weniger Fleisch obendrein. 

8. April 2014 18:48:03

Der durchschnittliche Footprint pro Einwohner in der EU ist zwischen 2003 und 2013 nur um wenige Prozent  gestiegen.  Dabei ist zu bedenken, dass einige Länder mit niedrigem Footprint neu zur EU gekommen sind. Diese hätten  den Durchschnitt deutlicher gesenkt, wenn es nicht zu einem weiteren Anstieg in den Ländern mit hohem Konsum-Niveau gekommen wäre.

Entwicklungen in Europa als Ganzem sind schwieriger zu deuten.  Zu Europa im Sinne des Europa-Rates zählen ja auch Russland und die Ukraine und sehr arme Länder wie Albanien und die Republik Moldau,  die im Moment noch den Durchschnitt senken, aber stärkeren Anstieg verzeichnen werden, sobald sie mit dem Aufholen nach altem Muster beginnen.

Als Trend in den klassischen Konsumländern zeichnet sich Potential für Reduktion ab. Der Fleischkonsum ist bereits im Stagnieren, durch erneuerbarer Energie entsteht großes Einsparpotential und sobald Kostenwahrheit im Verkehr und vor allem beim Fliegen eintreten wird, ist  nochmals mit deutlichen Reduktionen zu rechnen. Bei einem Overshoot von 300%  wird es auch höchste Zeit. 

15. Oktober 2014 21:01:28

Höchst spannende Frage! Mir sind keinen verlässlichen Untersuchungen bekannt.

Hier eine Abschätzung als Beispiel für die Komplexität. Unter Ausblendung des Aufwandes der Holzbringung  geht in erster Instanz der Wert für den Zuwachs  pro Hektar und Jahr in die Berechnung ein.  Dieser ist in den Tropen durch die höhere Zahl der Sonnenstunden i.d.R. deutlich größer, Bäume wachsen schneller und werden insgesamt größer.  Dies würde den Footprint von Tropenholz rechnerisch geringer erscheinen lassen.

Aber, Holznutzung in den Tropen zieht noch ganz andere Probleme nach sich.  Das beginnt bei der Ineffizienz der Verarbeitung vor Ort und reicht bis zu den Auswirkungen auf die Biodiversität.

Für die üblichen Holz-Plantagen werden meist Urwälder gerodet.  Oft kommt es nach der Holznutzung überhaupt zu Rodungen, weil Wiederbepflanzungen nicht lohnen.  Die Folgen der geänderten Landverwendung  sind beträchtlich. Die damit verbundenen Emissionen  an Treibhausgasen können mit dem Ökologischen Fußabdruck erfasst werden, der Verlust der Biodiversität aber nicht …. Umgekehrt könnten verödete Landstriche  tatsächlich wiederbewaldet werden - etwa in Kompensationsprojekten - und sogar neuen Lebensraum schaffen. Dieses Holz wäre dann - freilich erst in vielen Jahrzehnten - durchaus positiver zu bewerten. 

15. Oktober 2014 12:13:48

Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten!

Genauere Erkenntnisse sind  nur bei einer detaillierten Untersuchung des jeweiligen Papiers zu erwarten.

Prinzipiell gilt aber, dass Papier einen recht großen Fußabdruck hat (braucht viel Naturfläche);  Recyclingpapier entsprechend weniger und so ermöglicht es  beim ökologischen Fußabdruck etwa 50-70% Reduktion.

Daraus ergibt sich, dass es in jedem Fall besser ist, Recycling-Klopapier zu verwenden. 2-lagiges oder 3-lagiges Papier ändert im Grunde an der Menge des verwendeten Papiers kaum etwas (2 Blätter 3-lagig sollten den gleichen Komfort haben wie 3 Blätter 2-lagig!)

Bei CO2 und bei Schadstoffen im Abwasser (de-inking - entfärben und erneute Bleiche) kann Recyclingpapier allerdings sogar mehr Emissionen verursachen. Also nicht das weißeste Papier verwenden.

Außerdem kann es nicht nur Recyclingpapier geben, denn man kann nicht ewig wiederverwerten. Spätestens beim Klopapier ist Schluss!  Frischpapier macht also auch Sinn, um den Kreislauf zu befüllen! Aber nicht beim Klopapier!

15. Oktober 2014 12:17:09

Das ist leicht erklärt:  Die 11 t sind ein statistischer Wert: der Durchschnitt  der Deutschen Bürger.    Zum Glück fliegt ja nicht jeder, und schon gar nicht nach Australien!  Im Gegenteil -  es wird zwar viel geflogen,  aber das sind immer die gleichen!  (Weltweit haben gar nur weniger als 10% aller  Menschen jemals ein Flugzeug von innen gesehen!)

Wie du richtig feststellst, kann man um 11 t nicht nach Australien fliegen!  Aber es ist viel dramatischer! Denn fairer Weise (ein großes Wort!) sollten in unseren Breiten pro Einwohner nur maximal 2,5 t C02e anfallen, viele sagen sogar weniger. (Und wenn man die globale Situation betrachtet, dann haben die „reichen Länder“  ihren fairen Anteil an der Belastung  der Atmosphäre schon Ende der 90er „aufgebraucht“ gehabt.  Danach stünden uns gar keine CO2 Emissionen mehr  zu, was ja leider unmöglich ist.  Daran sieht man, wie weit wir von globaler Fairness entfernt sind!) 

15. Oktober 2014 12:20:53

Eine unveröffentlichte Studie bezüglich des Ökologischen Fußabdrucks hat folgendes ergeben:

Der Footprint einer Tasse Kaffee  hängt vor allem von der Art und dem Ertrag der Plantagen sowie  von der Energie für das Trocknen und das Rösten und von der Art der Energie beim Brühen ab (z.B. Ökostrom für die Kaffeemaschine oder kein Ökostrom). Dagegen spielen der Transport des Kaffees  (aus Afrika oder Südamerika) und die Art des Brühens (Espresso, Filterkaffee, Stoff-Tab, Alu-Tab)  eine sehr geringe Rolle (beim Papierfilter dann v.a. die Art der Herstellung, bei Alu die Frage des Recyclings). Interessant ist die Erkenntnis, dass der „Schluck Milch“ im Kaffee den Footprint fast verdoppelt. Also besser schwarz trinken!  

15. Oktober 2014 12:26:44

Eine genaue Berechnung des Unterschiedes ist von Fall zu Fall möglich aber sehr aufwändig! Insgesamt kann aber gesagt werden:

Leider sehr wenig! Das soll nicht heißen, dass solche Maßnahmen sinnlos sind. Auch Kleinvieh macht Mist, wie es so schön heißt! Aber man darf nicht glauben, mit einer Menge kleiner Öko-Verbesserungen schon zukunftsfähig zu leben. Die kleinen Schritte bleiben ohne die grundsätzlichen Veränderungen bei den 5-F  (Fliegen, Fleisch, Fahren, …) nur der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein.

--> www.footprint.at/5-F

15. Oktober 2014 12:27:28

Eine genaue Berechnung des Unterschiedes ist von Fall zu Fall möglich aber sehr aufwändig! Insgesamt kann aber gesagt werden:

Leider sehr wenig! Das soll nicht heißen, dass solche Maßnahmen sinnlos sind. Auch Kleinvieh macht Mist, wie es so schön heißt! Aber man darf nicht glauben, mit einer Menge kleiner Öko-Verbesserungen schon zukunftsfähig zu leben. Die kleinen Schritte bleiben ohne die grundsätzlichen Veränderungen bei den 5-F  (Fliegen, Fleisch, Fahren, …) nur der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein.

--> www.footprint.at/5-F

15. Oktober 2014 18:52:55

Bei gleichem Strom-Mix ist der Wasserkocher günstiger als der Induktionsherd und dieser - bei richtigem Geschirr - effizienter als der herkömmliche. 

Den deutlich größeren Unterschied macht aber die Herstellungsweise des Stromes aus.  Echter Ökostrom (zertifiziert mit dem UZ46) hat mit 0,017 kg CO2/ kWh einen etwa fünfzehn mal geringere Klimawirkung wie durchschnittlicher Strom in Österreich 0,270 kg CO2/ kWh Damit ist eine Tasse Tee, gebrüht mit einem mit Ökostrom betriebenen E-Herd  trotz der Ineffizienz günstiger als die gleiche Menge von einem Super-Induktionsherd  mit herkömmlichen Strom.  

Das Beste ist damit Bio- Kräutertee vom gut entkalktem Wasserkocher mit Ökostrom :-) 

15. Oktober 2014 12:42:27

Denke, du sprichst von kaltem Wasser!  

Kommt darauf an!  Wasser geht tatsächlich nie verloren. ABER: Wasser kann zeitlich und räumlich sehr knapp sein (außerdem kann es in der Qualität unbrauchbar werden, aber das ist ein anderer Punkt)!

Im Frühling spielt es im z.B. im Ennstal, wo es aus allen Quellen sprudelt, tatsächlich kaum eine Rolle, ob das Wasser über den Wasserhahn oder den Überlauf des Sammelbeckens wieder im Kreislauf landet.

In einem warmen Sommer in einer Stadt allerdings erfordert jeder Liter bereitgestellten Wassers erheblichen Aufwand  und Energie (für Pumpen, Speichern, Reinigen, Überwachen und schlimmstenfalls fürs Wiederaufbereiten).  Jeder vergeudete Liter ist in diesem Fall also nicht nur eine  Verschwendung von Wasser sondern auch von anderen Ressourcen.  

Und jedenfalls sinnlos, Wasser sparen schadet fast nie!

Allerdings: Drei  Minuten Duschen einsparen (braucht ca. 25 Liter Wasser) und stattdessen giftige Deos aus der Aludose zu verwenden reduziert den Footprint sicher nicht!) 

15. Oktober 2014 12:48:10

Einfache Frage, sehr komplexes Thema.  Praktisch noch unberechenbar im besten Sinne des Wortes.

Sport und Bewegung steigern nachweislich die Gesundheit, und Gesundheit ist in jedem Fall von hohem Wert, persönlich und gesellschaftlich!

Aber auch für den Footprint ist Gesundheit  günstig! Denn die Medizin-Systeme und Spitalsaufenthalte sind  sehr ressourcen-intensiv. Auch sind die Megatonnen an Medikamenten längst umweltwirksam…

Auf der anderen Seite der Ökobilanz gibt es zu bedenken, dass manche Sportarten zu vielen ernsthaften Verletzungen führen, die wiederum hohen Ressourcenaufwand im Medizin-System nach sich ziehen können.

Des Weiteren gilt, dass Menschen bei mehr Bewegung auch mehr essen. Wird dies Mehr durch Fleisch gedeckt, wäre die Bilanz getrübt (in doppelter Hinsicht, weil auch die Gesundheit unter viel Fleisch-Konsum leidet).

Das obige Beispiel ist aber meist rein theoretischer Natur und spielt statistisch wohl keine Rolle, da fast alle ohnehin mehr als genug essen und viele Jugendliche sogar übergewichtig sind, es also zu gar keinem zusätzlichen Konsum kommen würde.

Ich würde dieser Frage gerne genauer und systemisch auf den Grund gehen.  Bin überzeugt, wir fänden ein ökologisches Argument für mehr Schulsport !

15. Oktober 2014 14:55:40

Interessante Frage:  aber im Moment praktisch unbeantwortbar.

Der Großteil des Footprints am PC entsteht am Endgerät. (siehe Antwort auf die Frage zur gemeinsamen Stand-PC Nutzung mit der Freundin).

Unter der Annahme, dass das Mozart-Stück am gleichen Endgerät gehört wird, würde theoretisch der Verbrauch vom Modem und der Serverfarmen wegfallen.  Doch wer dreht sein  Modem schon ab, wenn er lokale mp3s hört?   Und das „Internet“ wird deshalb wohl auch nicht runtergefahren, …

In der aktuellen Welt haben wir allein diesbezüglich zwei viel wichtigere Dinge zu beachten:

1.) Was immer  Modems (und moderne Laptops/Tabs) an Stromverbrauch im Haushalt verursachen, lässt sich allein mit der richtigen Befüllung der Waschmaschine wettmachen…

Hier gibt es also ganz andere Prioritäten für das Individuum (einzige Ausnahme sind vielleicht Hochleistungs-Gaming-PCs, die echte Elektro-Öfen sein können).

2.) Was den Aufwand des „Internets“ betrifft, so ist auch dort systemischer Handlungsbedarf gegeben. Etwa 90% aller Daten-Transfers im Jahr 2008 waren wertlos oder unerwünscht (SPAM und „Überwachung“). 

Allein das Verschicken, Senden und Abfangen von SPAM  bringt enormen Aufwand (kostet auch Ressourcen)!  Hier liegt bis auf weiteres jedenfalls viel größeres  Einsparpotenzial als beim Unterschied zwischen  download und  streaming vor. Bei Letzterem werden wir noch lange Zeit wissenschaftlich nicht im Stande sein, den Unterschied korrekt zu messen.  Die Gründe dafür würden allerdings diesen Rahmen sprengen.

15. Oktober 2014 13:08:22

Der Anteil an Fossiler Energie (und den damit verbundenen CO2-Emmissionen) bei Gewinnung, Verarbeitung und Transport von Holz liegt etwa zwischen 5 und 10% des Footprints von Holz. 

Muss Holz getrocknet werden (Holzbau, Tischlerei, aber auch Brennholz und v.a. Pellets!), kann der Anteil deutlich höher werden.  Freilich könnte Holz auch luftgetrocknet (braucht Zeit) oder mit Solarstrom getrocknet werden, was freilich in der Regel nicht der Fall ist.

Dazu kommt, dass immer mehr Holz und Holzprodukte weltweit gehandelt und über große Strecken transportiert werden. Besonders im Mittelstreckenbereich(Holz aus Polen oder Rumänien mit dem LKW!) kann der Transport einen erheblichen Anteil zum CO2 beitragen.

Insgesamt ist aber zu betonen, dass der CO2-Ausstoß bei Holz eher nachrangig ist.  Zentrale Beachtung sollte der verhältnismäßig große  Ökologische Fußabdruck von Holz finden. Holz ist zwar nachwachsend und damit über die  Zeit betrachtet „unendlich“, aber zu jedem gegebenen Zeitpunkt ist Holz ein knappes Gut, weil Wald ein knappes und schwindendes Gut ist!
Weltweit wird seit vielen Jahrzehnten jährlich mehr abgeholzt als nachwachsen kann.  (etwa 10 Mio. Hektar Wald gehen jährlich allein durch Abholzung verloren, ein Vielfaches zusätzlich durch Waldbrände).  Besonders Ur-Wälder und die damit verbundene Tier- und Pflanzenwelt sind dadurch weltweit bedroht.

Auch das waldreiche Österreich ist an dieser Zerstörung beteiligt.  Mehr als die Hälfte des in Österreich verarbeiteten Holzes muss importiert werden. Nachhaltigkeit schaut anders aus!

In Anbetracht dieser Probleme erscheinen mir daher die mit Holz verbundenen CO2-Emmissionen eher zweitrangig. 

15. Oktober 2014 13:12:53

Es gibt (noch) keine konkrete Untersuchung dazu.  Allgemein ist aber bekannt, dass der Footprint mit steigendem Haushaltseinkommen steigt.  Demnach haben „Reiche“  statistisch sicher den größeren Fußabdruck (wie „reiche“ Länder eben auch den viel größeren Fußabdruck haben als Ärmere).

 Verzerrt wird diese einfache mathematische Beziehung durch extreme Kostenunwahrheit bei einigen der Footprint-intensivsten Konsum-Aspekte. Footprint-Bomben wie Billigfleisch kosten weniger als optimales Bio-Gemüse, die Miete für Energie-Ruinen ist geringer als für Niedrigenergie-Wohnungen und Billigflug-Angebote locken auch ärmere Bevölkerungsschichten auf die Flughäfen…

Umgekehrt haben wohlhabende Haushalte natürlich viel mehr Möglichkeiten, ihren Fußabdruck zu reduzieren. Eigener Sonnenstrom, Nullenergie-Häuser und Elektro-Autos sowie  gesundes, pflanzenbasiertes Bio-Essen können langfristig zu einer dramatischen Reduktion des Footprints führen. Dieser scheinbar unüberwindbare Widerspruch („man muss sich einen ökologischen Lebensstil erst leisten können“) ist sofort überwindbar, wenn eine Änderung unserer Wirtschaftsweise erkennen lässt: Nicht „öko“ ist zu teuer, das Zerstörerische ist zu billig! Die Abhilfe heißt Kostenwahrheit! 

15. Oktober 2014 13:15:19

Darüber ist viel nachgedacht worden, aber noch fast nichts konkret berechnet. (Projekte sind in Vorbereitung)!

Für eine persönliche Entscheidung sind genaue Zahlen aber auch gar nicht nötig, denn völlig eindeutig gilt:

Pflanzliche Produkte sind in der Ökobilanz immer besser als vergleichbare tierische Produkte!!!

Natürlich ist heimische Bio-Soja wiederum auch der argentinischen Soja, und diese der Regenwald-zerstörenden Brasilianischen Soja vorzuziehen. 

Natürlich sind Bio-Zutaten für die veganen Ersatz-Speisen zu bevorzugen …. 

Die Unterschiede im jeweiligen Fooptrint  liegen aber im Bereich von wenigen bis dutzenden Prozenten.

Der Unterschied zwischen tierisch und pflanzlich dagegen liegt im Bereich mehrerer hundert Prozent.  

15. Oktober 2014 13:30:23

Hier ein drastischer Vergleich: Es gibt auch Sklavenhalter, die „besser“ mit ihren Sklaven umgehen, ihnen zwei warme Mahlzeiten geben. … Aber „besser“  ist in diesem Fall auf keinen Fall  „gut genug“!

Das Gleiche gilt für Flüge. Nichts anderes vergrößert den persönlichen Fußabdruck so dramatisch wie  das Benutzen von Flugzeugen!

Natürlich gibt es Unterschiede; in den Typen der Flugzeuge, im Alter der Flotte (moderne Flugzeuge sind in der Regel effizienter), im Auslastungsgrad (ein halb leeres Flugzeug hat pro Passagier natürlich einen größeren Fußabdruck!), u.v.m.

Die gerne beworbene „Kompensation“ der CO2 Emissionen ist aber zu allermeist grobe Irreführung! 

Die Kompensation einer Flugreise  nach New York und zurück (entspricht ca. 3,5 t CO2e) müsste nach unseren Abschätzungen etwa 1.000.-€  ausmachen (Kompensation wird um nn_15 bis nn_82 € angeboten!).