0 0 Donnerstag, 8. Mai 2014 10:03 grünewiese fragt
Q Wer hat tendenziell einen größeren Footprint? Die ärmere Bevölkerungsschicht, der Mittelstand, oder die reichere Bevölkerung in Österreich?
A

Es gibt (noch) keine konkrete Untersuchung dazu.  Allgemein ist aber bekannt, dass der Footprint mit steigendem Haushaltseinkommen steigt.  Demnach haben „Reiche“  statistisch sicher den größeren Fußabdruck (wie „reiche“ Länder eben auch den viel größeren Fußabdruck haben als Ärmere).

 Verzerrt wird diese einfache mathematische Beziehung durch extreme Kostenunwahrheit bei einigen der Footprint-intensivsten Konsum-Aspekte. Footprint-Bomben wie Billigfleisch kosten weniger als optimales Bio-Gemüse, die Miete für Energie-Ruinen ist geringer als für Niedrigenergie-Wohnungen und Billigflug-Angebote locken auch ärmere Bevölkerungsschichten auf die Flughäfen…

Umgekehrt haben wohlhabende Haushalte natürlich viel mehr Möglichkeiten, ihren Fußabdruck zu reduzieren. Eigener Sonnenstrom, Nullenergie-Häuser und Elektro-Autos sowie  gesundes, pflanzenbasiertes Bio-Essen können langfristig zu einer dramatischen Reduktion des Footprints führen. Dieser scheinbar unüberwindbare Widerspruch („man muss sich einen ökologischen Lebensstil erst leisten können“) ist sofort überwindbar, wenn eine Änderung unserer Wirtschaftsweise erkennen lässt: Nicht „öko“ ist zu teuer, das Zerstörerische ist zu billig! Die Abhilfe heißt Kostenwahrheit!